20.05.2013

Sometimes I sleep all day because I hate the sunlight

Ich bin ein richtiges Arschloch um genau zu sein. Aber ich kann zumindest behaupten, dass ich es größtenteils nicht bewusst bin. Mein superlieber Nachbar, von dem jeder behauptet er würde so wahnsinnig gut zu mir passen, macht alles für mich. Ich denke seit März hat er sich einen derartigen Narren an mich gefressen, dass wahrscheinlich die Hälfte auch reichen würde. Und was mach ich? Ich verwende ihn unbewusst als Lückenbüßer. Dabei hasse ich Leute, die soetwas tun. Ich hab nichts Besseres zu tun als weiterhin jemandem "nachzutrauern", der sich allem Anschein nach kein bisschen um mich schert und hab die letzten Tage wieder viel mehr mit meinem Nachbar unternommen. Gestern waren wir zu zweit auf der Dult (so eine Art Jahrmarkt in unserer Hauptstadt) und es war eigentlich ein netter Tag, bis auf die Tatsache dass mir mein Nachbar viel zu anhänglich war, grade in der Öffentlichkeit. Und wen sehe ich? Ihn. Mit seinem besten Freund. Ka-Tsching. Voll kassiert. Ich hoffe inständig, dass er mich einfach nicht gesehen hat, und wenn, dass er einfach nicht gesehen hat wie anhänglich mein Nachbar war. Es wär mir definitiv lieber gewesen, wenn wir in diesem Moment nach Hause gefahren wären oder sich zumindest der Boden aufgetan hätte..
Warum kann man keine Gefühle für den "richtigen" Menschen entwickeln? Ich habs versucht. Ich habs ehrlich versucht für meinen Nachbar Gefühle zu entwickeln, er hätte es verdient. Aber es geht einfach nicht.. Stattdessen werde ich ab morgen wieder versuchen mich ein wenig von ihm zu distanzieren, immerhin fragt wieder einmal jeder Arsch ob wir zusammen sind. Es wird einfach schon wieder zu viel. Ich versteh nicht wieso man heutzutage keine wirklich langjährigen Freundschaften mit dem anderen Geschlecht führen kann, ohne verurteilt zu werden, und vor allem ohne Gefühle zu entwickeln. Irgendwann läuft alles den Bach runter. 



"Humans are fragile creatures made up of broken hearts and broken promises.."


07.05.2013

Please just remember..

Ich halte deine schwachen, kranken, alten Hände in meinen. Versuche sie zu wärmen. Ich wage es nicht sie fester zu halten um sie zu wärmen, du wirkst so zerbrechlich. Deine leise, heisere Stimme übertönt kaum das Piepsen der ganzen Geräte an die du angeschlossen bist. Es fällt mir schwer dich zu verstehen, aber ich kann deinen Lippen ein "Ich hab dich lieb" entnehmen. Im darauffolgenden Moment zeigt der Herzmonitor eine durchgängige Linie an und das Piepsen erlischt, wird zu einem dröhnenden, langen Ton. "Nein. Nein. Bitte verlass mich nicht. Du hast versprochen wieder gesund zu werden" Ich greife mit hektischen Fingern nach der Fernbedienung und drücke gefühlte hundert mal auf das rote Krankenschwester-Symbol. "Bitte komm zurück zu mir..", flüstere ich mit zitternder Stimme als die Tränen beginnen sich über mein Gesicht auszubreiten. "Ich flehe dich an, Oma. Du darfst noch nicht gehen.."
Mein Kopf wird schwer, so wahnsinnig schwer, kann ihn kaum halten. Ich lege meinen Kopf an deine Brust und greife wieder nach deinen Händen, in der Hoffnung sie würden meine erwidern. Nichts. Außer dem ohrenbetäubenden Ton, der deinen Herzstillstand signalisiert. Wo bleibt die Schwester? Es kommt niemand. Immer mehr Tränen. 
Bitte geh noch nicht.. 
Komm zurück..

Und plötzlich öffne ich die Augen. Ich liege in meinem Bett, es ist 7 Uhr morgens und ich hab mein komplettes Kissen vollgeheult. Erstmal die Tränen wegwischen, aufstehen, eine rauchen. Was eine Nacht. 3 Mal von Bauchkrämpfen aufgewacht und dann so ein Traum, kann ja noch ein toller Tag werden. 
Gegen mittag hab ich dann beide Omas angerufen und mich vergewissert, dass sie jetzt nach ihren OP's beide zu Hause und auf dem Weg der Besserung sind. Und trotzdem ändert es nichts an dem Drang, den ganzen Tag einfach nur weinen zu wollen. 
Jedenfalls hat es mich gelehrt, mich öfter zu melden..


04.05.2013

Things turned out to become different

Ich mag es wenn du mich ansiehst. Ich mag es wenn du mich anlächelst. Ich mag es wenn du ganz nah bei mir liegst. Ich mag es wenn du deinen Kopf an meine Schulter lehnst. Ich mag es wenn du deinen Kopf auf meinen Bauch legst. Ich mag es wenn du deinen Arm um mich legst. Ich mag es wenn deine Finger mit meinen spielen. Ich mag es wenn du meine Hand in deine nimmst. Ich mag es wenn wir einfach nur so da liegen und ich deinen Herzschlag spüren kann.

Aber so sehr ich es auch mag, es ist und bleibt irrelevant. Und dementsprechend nicht der Rede wert. Gestern wurde das Thema für unseren Maturaball (zu deutsch: Abi-Ball) gewählt und ich bin mehr als zufrieden. Die Thematik wird sich um Alice im Wunderland drehen und das Grundkonzept steht im Großen und Ganzen schon - ich freu mich riesig darauf das alles umzusetzen. 
Was gibt es sonst zu erzählen? Eigentlich nicht viel, der Schulstress lässt jetzt mal für eine Woche nach, danach gehts aber wieder ziemlich rund. Es ist nur noch ein Monat bis Rock im Park und meine Vorfreude steigt jetzt schon ins Unermessliche. 

Im Moment regnet es ziemlich stark; ich liebe es, dass wir ein Blechdach haben. Die Geräusche die der prasselnde Regen von sich gibt sind so unheimlich beruhigend. Es wirkt so laut und doch so leise zugleich - und morgen duftet es draußen nach Regen. Was kann es schöneres geben wenn es tagsüber wunderschön ist und man sich in kurzen Hosen und T-Shirts in die Sonne legen kann und abends dem Regen lauschen und beruhigt einschlafen kann? Das schöne Wetter lässt das Leben so unbeschwert wirken im Moment, obwohl es das eigentlich absolut nicht ist. Ich weiß nicht warum, aber es war schon immer so, dass es mir bei schönem Wetter um das tausendfache leichter fällt gut gelaunt zu sein. 



Ich wünsch euch einen wunderschönen Abend und einen erholsamen Sonntag morgen. 


29.04.2013

As the time goes by..

Es ist schon so lange aus als ich das letzte Mal geschrieben habe. Und genauso viel ist auch passiert, leider nur nichts wirklich Gravierendes. Ich habe die letzten Wochen so viel erlebt, habe neue Menschen kennengelernt, habe versucht mich so weit es geht auf die positiven Dinge einzulassen. Trotzdem spukt es noch immer in meinem Kopf. Soweit ich mich erinnern kann war ich immer schon der Denker-Typ, aber in den letzten Wochen hat sich das zunehmend verstärkt - leider nicht zu meinem Vorteil. 
Jetzt im Moment steht es mir schon wieder im Weg, ich möchte so vieles erzählen, und komme zu keinem vernünftigen Anfang, bei all den wirren Wortfetzen in meinem Kopf. 

Und anfangs dachte ich mir, wie komm ich aus dieser bescheuerten Situation wieder heraus, ohne ein vollkommenes Arschloch zu sein? Schwierig. Er ging mir ziemlich auf die Nerven, nachdem wir uns kennengelernt hatten. Mag sein, dass es eine Art Abwehrmechanismus war, da ich jede Art von Gefühlen unterbinden wollte. Um peinliche Situationen zu vermeiden, hab ich ihm nach ein paar Tagen klar gemacht, dass eine Beziehung oder dergleichen für mich außer Frage steht im Moment. Wir waren uns beide einig, mit dem Unterschied, dass er kein Problem damit hätte wenn eine Art "Freundschaft +" sich entwickeln würde. Es war schon tagelang ausgemacht, dass ich zu ihm fahren würde, ich hätte einfach vorher über die Konsequenzen nachdenken müssen. Irgendwie hab ich mich ja gefreut, auch wenn ich etwas unsicher war. Ich hab mir 3 Stunden Zeit gelassen um mich zusammenzurichten, in der Hoffnung es würde sich etwas ändern. Er hat mich abgeholt und wir fuhren zu ihm. Es wäre mir von Anfang an lieber gewesen, wir wären ins Kino gegangen anstatt uns einen Film bei ihm anzusehen, heutzutage bedeutet einen Film ansehen immer etwas anderes. Aber zu meiner Überraschung war es gar nicht so. Nervös war ich trotzdem, zu Recht. Ich kam mir vor als wäre ich ein kleines Mädchen. Wir bewarfen uns gegenseitig mit Kissen und kitzelten uns, mit dem Vorteil, dass ich nicht kitzlig bin. Wir redeten über alles Mögliche, zeitweise auch über seine Exfreundin, die zu aller Ironie meine Nachbarin ist. Und so verging die Zeit, es war bereits Mitternacht und ich hätte noch nach Hause fahren sollen. War zu erwarten, dass ich ihn nicht mehr darum gebeten habe mich nach Hause zu fahren sondern meiner Mum eine SMS geschickt habe, dass ich morgen wieder kommen würde. Ebenso war zu erwarten, dass es schlussendlich doch irgendwann dazu kam, dass wir uns küssten. Auf allen möglichen Umwegen, mit stundenlangen Blödeleien davor - irgendwie süß, irgendwie verrückt, irgendwie unbekannt. Und weil alle "guten" Dinge drei sind, war es zu erwarten, dass genau das noch fehlte, um anzufangen ihn mehr zu mögen, als ich sollte. Großartig. Es war schön, ja, wenn auch unpassend. Bis wir letztendlich Arm in Arm eingeschlafen sind verging noch jede Menge Zeit.. 
Am nächsten Tag war ich mir nicht ganz sicher ob ich es bereuen sollte, um ehrlich zu sein bin ich mir bis jetzt noch unsicher. Er schien glücklich zu sein, das half ungemein. 3 Tage darauf entschloss ich mich spontan auf seinen Wunsch hin am Nachmittag zu ihm zu fahren. Selbes Spiel. Selbe Blödeleien. Bis zu meinem Glück sein bester Freund anrief, um ihm zu sagen dass er jetzt zum Fußball schauen kommt. So entkam ich einem größeren Übel. Ich hasste mich dafür, dass ich meine Gefühle nicht im Griff hatte. Mache ich immer noch. Und obwohl es eigentlich schon zu spät war, erklärte ich ihm am nächsten Tag, dass ich es vermeiden möchte irgendwelche Gefühle für ihn zu entwickeln und beendete das bisschen, wie auch immer man es nennen kann, das wir hatten. 
Er akzeptiert es und vor allem respektiert er es, zumindest meistens. - Aber er ist ja auch nur ein Mann, nicht wahr? - Allerdings meldet er sich nach wie vor rund um die Uhr. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll, was ich tun soll.. Ginge es nach ihm wäre ich heute noch zu ihm gefahren und hätte bei ihm übernachtet. Unmöglich. Morgen? Ich weiß nicht, ich werde ihm schätzungsweise sagen, dass meine Mum es nicht erlaubt, was sie höchstwahrscheinlich sowieso nicht tun würde. 



Ich muss eindeutig wieder öfter schreiben, das hier ist nur verwirrte Gehirnkotze und spiegelt eigentlich nur einen Bruchteil davon wieder, wie ich mich fühle. 
Ich dachte mir ich poste zur Abwechslung mal ein Bild von mir, ich möchte diese Anonymität ein wenig los werden, auch wenn 90% der Menschen, die meinen Blog lesen/kennen, mich auch persönlich kennen. 




12.03.2013

This is hell and we can't leave

Alles ist so verdammt abgefuckt. Ich hab die schlimmste Woche meines Lebens hinter mir. Ich komm nicht klar damit - ich bekomm die Bilder nicht mehr aus dem Kopf. 
Könnte ständig heulen. Will ständig heulen. Darf nicht heulen. 
Es spielt sich immer und immer wieder ab, die komplette Szenerie. Der Anruf um 4 Uhr morgens; das karierte DinA5 Blatt mit "Testament" als Überschrift; das Gefühl in meinen Beinen, die einfach nachgeben und mich weinend zusammensacken lassen mit dem Zettel in der Hand; die Tränen, die nicht aufhören wollen zu fließen; das Geräusch des knisternden Papiers in meiner zitternden Hand; das Pochen in meinem Kopf von dem ohrenbetäubenden "besetzt" Geräusch, weil er nicht abheben will; die Sicht auf die viel zu vereiste Scheibe, mit der man eigentlich gar nicht Auto fahren dürfte, aber jede Minute zählt; mein Herz, das gegen meine Rippen drückt und zu zerspringen droht, während ich es gerade noch rechtzeitig schaffe aus dem Auto zu springen und ihn davon abzuhalten den Fuß auf die Gleise zu setzen; ich habe das Gefühl zu zerfallen, einfach auseinander fallen.. in unzählig viele kleine Teile, so dass mich der Wind forttragen kann und ich nicht den Rest meines Lebens mit dieser Erinnerung leben muss. Aber das wäre zu schön. 
Ich nehme ihn in den Arm und sag ihm, dass alles wieder gut wird, dass wir das gemeinsam schaffen, dass ich ihn niemals fallen lassen werde, dass er niemals alleine ist, dass er das nicht tun muss, dass ich ihn liebe.. Er weint. Und hört nicht mehr auf. Er weint so bitterlich, dass es mir beim Anblick das Herz zusammen zieht und ich muss auch wieder weinen. 

.. und dann der Schock. Ein zweites Mal binnen 4 Tagen. 

Stundenlang nach ihm suchen und ihn einfach nicht finden. Alles dreht sich, Tränen fließen und hören nicht auf. Und es dreht sich weiter und weiter und hört nicht auf. Er hebt nicht ab, drückt nur weg. So lange er weg drückt ist es gut, er ist noch da. Hör nicht auf anzurufen, hör nicht auf wegzudrücken. Los ihr verdammten Finger arbeitet, drückt auf dieses scheiß Handy und hört nicht auf. Und auf einmal ist er wieder da. Er redet ununterbrochen davon, dass niemand ihn haben will, nicht einmal der Zug will ihn. Er hat nur gewartet, so lange gewartet und kein Zug kam. Dann ist er wieder heim gefahren..

Bitte tu mir das nie wieder an..


25.02.2013

Silence will set me free

Ich wünschte ich könnte schreiben. Jeden Tag lese ich Posts von Bloggern, die mich sprachlos machen - woher nehmt ihr eure Worte? Ich würde alles dafür geben, mich so ausdrücken zu können, einfach nur beneidenswert. 

Es ist 20.38 Uhr, die Tür geht auf und meine kleine 7-jährige Schwester sieht mich genervt an. "Wie lange bist du noch in der Badewanne?" "Ich muss noch Haare waschen, du kannst ja duschen gehen." "Nein, ich will aber baden, geh du duschen" "Ich geh bestimmt aus der Badewanne in die Dusche, damit du baden kannst. Hättest ja vor mir gehen können, und jetzt hau ab." - Mal davon abgesehen, dass ich mit 7 um diese Uhrzeit schon im Bett zu liegen hatte.
Das hält man ja im Kopf nicht aus. Dann kommt Mama ins Bad und fragt mich das gleiche. Genervt gebe ich zurück, dass es mir bitte vergönnt sei, jeden Tag am Abend baden zu gehen und dass ich dabei gerne meine Ruhe hätte. An den direkten Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern - vielleicht durch die Angewohnheit es so gut wie möglich auszublenden, wenn sie ihren Tonfall in vorwurfsvoll und lauter ändert - aber es ging in die Richtung, dass immer alles nach meinem Kopf laufen müsse und ich nicht ein einziges Mal Rücksicht darauf nehme, was der Rest dieser Familie will. 
Wäre ich bloß nicht in der Badewanne. Ich würde mein Zeug packen und gehen. Vielleicht nur für die nächsten paar Stunden, aber Hauptsache sie nicht mehr sehen. Scheißdreck. Seit 1,5 Jahren gehe ich jeden beschissenen Abend in die Badewanne. Man könnte meinen, ich soll mich für jeden in diesem Haus biegen und brechen. Ich fange an alles und jeden hier zu hassen. Sollen mich doch alle in Ruhe lassen, ich versuche schon mich überall so wenig wie möglich einzumischen, und so oft wie möglich abwesend zu sein, aber nicht einmal das bringt noch was. 
Ich habe keinen Bock mehr auf das alles hier. Ich bin eindeutig das 5. Rad am Wagen und keiner versäumt es mich das spüren zu lassen. 


20.02.2013

I'm not perfect and I won't keep trying anymore..

"Kannst du auch noch etwas Anderes als schlafen? Da bittet man dich 2 Stunden um etwas und dann schläfst du. Typisch für dich."

"Warum bist du heute schon wieder zu Hause geblieben? Das geht so nicht. Dauernd Schule schwänzen.. Wozu soll das führen? Du kannst nicht dein restliches Leben auf der faulen Haut liegen und nichts tun."

"Wer ist das und wieso übernachtest du einfach dort? Du kannst dich doch nicht einfach überall dazulegen. Wie sieht denn das aus?!"

"Wie wärs wenn du mal deinen Pflichten nachgehst anstatt immer nur dumm rumzuliegen und vor dich hinzuvegetieren?"




Was soll ich dazu noch sagen? Vielleicht hat sie recht..


03.02.2013

I want you to stay.

Nach knapp zwei Jahren steh ich mit S. am Hauptbahnhof und trage eine Bierkiste mit mir herum, in der ich einen Adventkranz verstaut habe, der Adventkranz den er unbedingt haben wollte, selbst gemacht von mir. Wir stehen da, frieren, hauchen weißen Atem in die Luft, teils von der Kälte, teils von der Zigarette und warten. S. ist genervt, sie will endlich in ein Taxi um zum Asiaten zu fahren, aber wir warten auf ihn, immerhin hab ich nicht vor mich mit einem Bierkarton in ein Restaurant zu setzen, geschweige denn anschließend damit weggehen. Ich bin scheiß nervös und versuche mir einfach nichts anmerken zu lassen, ich hab ihn seit knapp zwei Jahren nicht mehr gesehen und es fühlt sich komisch an sich nach so langer Zeit für eine 2-minütige Kartonübergabe zu sehen und dann auf den nächsten Tag zu warten. Er hat sich verspätet, es wird immer kälter, S. stresst mich. Ich hab genug mit mir selbst zu schaffen, soll sie mich doch in Ruhe lassen, mir fallen fast die Hände ab und ich hab Angst, dass sich der Boden unter meinen Füßen auftut und eigentlich will ich gar nicht, dass er jetzt kommt, ich bin nicht bereit ihn zu sehen. Und dann läutet plötzlich das Handy.. natürlich muss ich jetzt rangehen, aber im ersten Moment weiß ich nicht so recht wie mir geschieht. Mein Magen zieht sich zusammen, dann hebe ich ab und warte auf irgendetwas mit einer vertrauten, tiefen Stimme. Er ist da. Wo sind wir? Keine Ahnung, am Bahnhof, irgendwo, ich bin froh, dass ich gerade aus denken kann, überforder mich nicht. Wir sollen da hin gehen. Alles klar. Wir gehen da hin und ich hab ehrlich Angst, dass ich ihm jetzt gleich vor die Füße kotze, so nervös wie ich bin. Bis S. und ich ihn erreicht haben kommt es mir vor als würden Welten vergehen, aber ich habs geschafft. So sieht also das erste Treffen nach 22 Monaten aus.. "Bescheuert", denk ich mir und im selben Moment fällt mir auf, dass ich ihn ganz anders in Erinnerung hatte, er sieht gut aus. Das altbewährte schiefe Grinsen, das die meisten Männer so schamlos einsetzen um uns Frauen um unseren gesunden Menschenverstand zu bringen. Unverschämt. Er bedankt sich und meint, dass er uns nicht länger aufhalten will und wir uns ohnehin morgen sehen würden. Achja, scheiße. Morgen, keine Ahnung an was ich eigentlich gerade die ganze Zeit gedacht habe, aber morgen. Oh Gott. Und ehe ich einen klaren Gedanken fassen kann, dreht er sich um und geht. Irgendwie bin ich schon erleichtert, andererseits wär jetzt der schlimmste Teil hinter mich gebracht gewesen und ich müsste morgen nicht noch einmal die selbe Situation erleben, aber was solls. Während ich mir den Kopf darüber zerbreche, warum um alles in der Welt gerade ich, so scheiß nervös vor diesem Zusammentreffen war und warum ich mich benehme wie ein präpubertärer Justin Bieber Fan, wo ich doch eigentlich sonst so gut mit peinlichen Situationen umgehen kann reißt mich S. aus meinen Gedanken. "Ich weiß nicht was du hast, er sieht doch ganz passabel aus. Er wirkt nur etwas distanziert, da hast du recht." "Was? Achso. Ja, mich hats auch gewundert. Ich hatte ihn völlig anders in Erinnerung. So kann man sich täuschen." Und als wir dann endlich in ein Taxi steigen und ich mir weiterhin darüber Gedanken mache, wie dämlich ich bin und so ein Drama aus dem ganzen gemacht habe, während er sich wahrscheinlich nicht eine Sekunde auch nur irgendetwas dabei gedacht hat, vibriert mein Handy. Sein Name. "Freu mich auf morgen :)" Mhm. Morgen.. 




28.01.2013

Vielleicht liegt der Sieg darin einfach aufzugeben..

Ich hab von dir geträumt. Nichts Besonderes, aber trotzdem. Ich träume so viel und kann mich an das Meiste immer erinnern. Alles hängt irgendwie mit dem Vermissen zusammen. Seit ich weiß, was es mit meinen Träumen auf sich hat, hab ich nicht mehr "klar geträumt". Ich möchte es weiterhin kontrollieren können. Es sind viel schönere Träume wenn ich klar träume.. Das Entfliehen ist noch so viel schöner, wenn man es steuern kann. Ich bedauere jeden, der nicht weiß, wie es ist seine Träume steuern zu können. 

Es wird schlimmer. Von Tag zu Tag. Ich würde am liebsten jeden einzelnen Spiegel in der Wohnung zertrümmern, nur um mich nicht mehr sehen zu müssen. Ich möchte nicht mehr aus dem Haus gehen, nur zu Hause mit Jogginghose und XL-Shirts im Bett liegen und den Tagen beim Vergehen zusehen.. Ich weine wieder viel mehr. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, weiß ich noch nicht. Allgemein weiß ich nicht was im Moment gut oder schlecht ist, warum es wieder so ist, dass ich nichts weiß. Gar nichts weiß ich, absolut nichts.
Und darüber hinaus will ich nicht, dass es sonst jemand weiß. Weil ich es nicht erklären könnte. Warum fühlt man sich grundlos so? Als würde mir jemand die Luft zum Atmen nehmen, mich einsperren versuchen, mich fesseln und knebeln um mich so klein wie möglich zu machen, damit ich keinen Mucks von mir geben kann.
Ich frage mich jeden Tag was aus mir geworden ist.
Was noch aus mir werden wird.
Und wenn ich es so betrachte, nichts wirklich Brauchbares.
Nichts auf das man stolz sein könnte.
Nichts das man lieben kann.
Nichts auf das man nicht verzichten könnte..



But then I realized that I was holding onto something that didn't exist anymore. 
That the person I missed didn't exist anymore. 
People change. The things we like and dislike change. 
And we can wish they wouldn't all day long, but that never works.

24.01.2013

I keep falling into the same fucking traps


I hate you. And I love you. 
It's like I wanna kick you off a mountain 
just to save your stupid ass at the bottom before
you hit the floor. 

Fuck this shit. I'm so tired of it. There's nothing working anymore. I can't figure things out. I'm so exhausted. Of actually nothing. And it's all my fault.
"What? He screwed you over again? Too bad you didn't have warning of some kind. Oh yeah maybe the past ten times he did this would have been a clue.." 
And I'm still wondering why people do this to me.. Due to the fact that I always let people treat me the way they want to. Without any consequences, because I'm a fucktard.